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Weinausbau und Sorten Machen wir´s eigentlich richtig?... In Zeiten, in denen immer mehr Winzerbetriebe Lieferverträge mit dem Handel, der Großgastronomie eingehen, ihren Weinan- und Ausbau dementsprechend ausrichten (weniger Rebsorten und weniger Weine bei größeren Literzahlen an weniger Kunden) gehen wir genau den umgekehrten Weg, denn wir: - haben über keine einzige unserer rund 220.000 Flaschen Wein pro Jahr einen Liefervertrag - geben um 95 % unserer Ernte an etwa 2.500 Stammkunden (Endverbraucher) ab - bauen in unseren Weinbergen 25 Rebsorten ( 12 Rot- und 13 Weißweinsorten) an - füllen unsere Weine entsprechend ihrer Qualität und Faßreife in Flaschen und nicht nach dem Zeitpunkt und der Literzahl der Nachfrage. - füllen jährlich mehr als 50 unterschiedliche Weine in Flaschen
So ernteten wir in 2007 von der Nr. HS gerade mal 600 Liter, vom JBC 800 Liter und von den Weinen Nr. 14(schon ausverkauft), JBR, 69, 70 und 75 nur um 1.000 Liter. Von weiteren 20 Weinen des Jahrgangs 07 füllten wir weniger als 2.500 Flaschen. Bei gut 2.000 Stammkunden (mit jährlichem Weinkauf) und etwa 500 Kunden (mit unregelmäßigerem Weinbezug) haben wir von über 25 Weinen noch nicht einmal eine Flasche pro Kunde!?...
Die Qualität der Weine wird durch die qualifizierte Arbeit im Weinberg bestimmt. Das Können eines Winzers ist, die Trauben in einem Weinberg möglichst gleichzeitig zur Reife zu bringen. Haben die Rebstöcke bei gleicher Wuchskraft unterschiedlich viele Trauben zu ernähren, so führt dies unweigerlich zu Reifeverzögerungen, was die spätere Weinqualität beeinträchtigt. Je größer der Weinberg, desto schwieriger wird es für den Winzer eine gleichmäßige Traubenreife zu erreichen. Und dann gilt es die Trauben bei optimaler Reife der einzelnen Rebsorten und Weinberge zu ernten und diese Weine individuell auszubauen. Je nach Rebsorte und Ernte benötigen wir bis zu 750 Arbeitsstunden für die Bearbeitung von einem Hektar unserer Weinberge, was etwa 9 Minuten Arbeit für einen Rebstock entspricht. Heutzutage kann man bei extensiver Bewirtschaftung schon mit 300 Arbeitsstunden pro Hektar (um 3,5 Min. pro Rebe) auskommen......
Ob wir unsere Weinberge bestmöglich bewirtschaftet, die Trauben bei optimaler Reife geerntet und den Wein richtig vergoren und ausgebaut haben, überprüfen wir jedes Jahr bei der Landes- und der Bundesweinprämierung. Hier werden die Weine von zertifizierten Prüfern absolut anonym verkostet, keiner der Weinexperten kennt das Weingut, den Ort oder die Weinlage des zu bewerteten Weines. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir bei der Bundesweinprämierung 2007 das meistprämierte Weingut der Pfalz waren. Und bei der letztjährigen Landesprämierung waren wir das meistprämierte Weingut für Weine des Jahrgangs 2006. Die Experten bewerten aber nur die Weinqualität, das Preis-Leistungsverhältnis beurteilen ausschließlich unsere Kunden über ihren Weineinkauf....
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